Cato der Jüngere über Mut
„Halte es für das größte menschliche Glück, deine Seele frei von Schuld bewahrt zu haben.“ Cato der Jüngere, der letzte Fels in einem Strom aus Korruption, predigte nicht nur Tugend—er blutete dafür.

Cato the Younger on Courage, public domain
Schuldlos, selbst wenn alles verloren ist.
Plutarch zitiert in seinem Leben des Cato (Kapitel 54): «Τὸ μέγιστον ἀνθρώποις ἀγαθὸν ἡγεῖσθαι τὸ ἀναμάρτητον ἔχειν τὴν ψυχήν.» — „Halte es für das größte menschliche Glück, deine Seele frei von Schuld bewahrt zu haben.“ Keine Schlupflöcher. Keine halben Sachen.
Catos Linie im Sand.
Cato war umgeben von Bestechung, Drohungen und wechselnden Allianzen. Für ihn war Tugend ein Schild, das man um jeden Preis tragen muss—auch wenn es schwerer wiegt als jedes Amt. Gewissen war für ihn kein Luxus. Es war der einzige Reichtum, den kein Tyrann rauben konnte.
Der letzte Unbeugsame.
Cato kämpfte gegen Caesar und verlor. Er starb durch eigene Hand in Utica, statt sich zu beugen. Spätere Stoiker trugen seinen Namen wie ein Ehrenzeichen. Und bis heute lässt sein Beispiel jeden modernen Kompromiss ein bisschen schaler schmecken.
Für Cato war der Stoizismus kein Trostpflaster. Er war Krieg gegen Kompromisse. Sein Gewissen war sein Vermächtnis—selbst wenn es ihn Macht, Freunde und das Leben kostete.