Heute vor...: Die Kalenden des Juli
1. Juli: Neuer Monat, neue Schulden. In Rom klappen die Kontobücher auf – die Kalenden beginnen.

Unknown — "Lar" (1–25 CE), CC0
Roms monatlicher Neustart.
Die Kalenden markierten den ersten Tag im römischen Monat. Am 1. Juli strömten Gläubiger und Schuldner mit ihren Kontobüchern ins Forum. Heute musste abgerechnet werden – wer nicht zahlte, riskierte öffentlichen Spott oder Schlimmeres.
Der Preis unbezahlter Schulden.
Wer die Frist der Kalenden verpasste, musste mit Konsequenzen rechnen: Der Gläubiger konnte Zeugen rufen, die Tür mit Kreide markieren oder klagen. Römisches Recht kannte bei Zahlungsverzug keinen Spaß. Für manche fühlte sich dieser Tag weniger wie ein Monatsanfang, sondern eher wie ein Stichtag mit Biss an.
Die Kalenden – der erste Tag jedes römischen Monats – waren ein Tag der Abrechnung. Schulden wurden fällig, Zinsen berechnet, und die Geldverleiher der Stadt hatten Hochkonjunktur.