An diesem Tag: Die Hundstage verschärfen sich in Athen
7. August in Athen: Die Hitze klebt, der Hundsstern steigt höher – die alten Griechen schwitzen durch schlaflose Nächte und flehen, dass der Wind endlich dreht.

Painter of Athens 10464 — "Terracotta kantharos (drinking cup with vertical handles)" (ca. 450–425 BCE), public domain
Schlaflos unter dem Hundsstern.
Anfang August steckt Athen mitten in den Hundstagen – Sirius lodert im Morgengrauen, selbst der marmorne Schatten drückt schwer. Zikaden surren. Getreidestaub liegt in der Luft. Antike Ärzte warnten: Fieber und Zorn sind am schärfsten, wenn der Hundsstern am höchsten steht.
Warten auf den erlösenden Wind.
Bauern starren in den Himmel, hoffen auf die etesischen Winde, die die Hitze brechen. Bis dahin wird alles langsamer: Streit flammt auf, Körper welken, und die Stadt zählt die Tage bis zur Erlösung. Die Alten glaubten, selbst die Götter würden unter dem Blick des Sirius reizbar.
Die ‚Hundstage‘ brachten Hitze, Fieber und gereizte Gemüter – die Athener machten Sirius, den hellsten Stern, für die Grausamkeit des Sommers verantwortlich.