Heute im Kalender: Die Kalenden des Mai
Der 1. Mai im römischen Kalender – die Kalenden des Mai – bedeutete frische Wachstafeln, Schuldenstichtag und eine Stadt im Neustart-Modus.

Die Kalenden: Römischer Monatsanfang, neue Regeln
Der 1. Mai war die Kalenden – der erste Tag jedes Monats im römischen Kalender. Man kratzte die Wachstafeln sauber, zählte Schulden, zahlte Gläubiger aus und setzte neue Verträge auf. Frühjahrsputz? Für Römer war das ein finanzieller Rundumschlag.
Ein juristischer und religiöser Wendepunkt
Priester opferten Juno, der Göttin des Anfangs, und die Magistrate verkündeten den neuen Monatsplan. Die Kalenden setzten auch den Marktrhythmus zurück und eröffneten eine neue Runde der achttägigen Nundinae.
Für Römer war Zeit ein Werkzeug – keine Zahl
Die Kalenden brachten Ordnung ins Chaos: Schulden mussten bezahlt, Eide erneuert werden, und die Stadt konnte weitermachen – bis zur nächsten Rechnung.
Jeder römische Monat begann mit den Kalenden. Ein juristischer Neustart: Schulden begleichen, Verträge abschließen, Wachstafeln umdrehen.