Mythos: Griechisches Feuer im antiken Griechenland
Viele glauben, griechische Krieger hätten „Griechisches Feuer“ – eine furchterregende, explodierende Flüssigwaffe – gegen Perser oder Spartaner eingesetzt.

Explosionen bei den Thermopylen?
Der Mythos: Griechische Krieger schleudern flammende Flüssigkeit auf ihre Feinde – Griechisches Feuer regnet auf persische Horden, Schiffe stehen in Flammen. Man sieht es in Filmen und sogar in manchen Schulbüchern. Doch die klassischen Griechen kannten diese Waffe nicht.
Byzanz’ Geheimnis, nicht Athens
Griechisches Feuer – die berüchtigte Formel, die sogar auf Wasser brannte – war tatsächlich eine byzantinische Erfindung und tauchte erst um das 7. Jahrhundert n. Chr. auf. Kein antiker Grieche (nicht einmal bei den Seeschlachten von Salamis) hatte Zugang dazu. Klassische Kriegsführung setzte auf Pfeile, Hoplitenlanzen und schiere Muskelkraft.
Woher kommt die Verwechslung?
Viktorianische Autoren liebten es, griechische und byzantinische Errungenschaften zu vermischen und „griechische“ Innovationen über Jahrhunderte hinweg zusammenzuwerfen. Hollywood und Popgeschichte machten daraus einen Sammelbegriff für antike Pyrotechnik. Das echte Zeug war ein streng gehütetes Kaiser-Geheimnis – weit entfernt von der Welt des Sokrates und Sparta.
Das legendäre „Griechische Feuer“ wurde Jahrhunderte später von den Byzantinern erfunden – nicht von klassischen Griechen wie Perikles oder Leonidas.