Fragmenta.
Fakt·Antikes Griechenland·Klassisches Griechenland

Griechische Zahnpasta: Asche und Eisenrost

Wer sich im antiken Athen die Zähne schrubbte, schmeckte eine körnige Mischung aus Asche, Bimsstein und Rost.

Griechische Zahnpasta: Asche und Eisenrost

Unknown — "Mirror" (c. 470–460 BCE), CC0

Zahnpasta mit einer Prise Rost

Wer sich im antiken Athen die Zähne putzte, schmeckte eine körnige Mischung aus Asche, Bimsstein und Rost. Das Badezimmerregal war eine Tonschale, keine Tube.

Asche, Knochen und Eisen für saubere Zähne

Griechische Quellen wie Dioskurides aus dem ersten Jahrhundert beschreiben Zahnpasta aus Asche, zerstoßenen Tierknochen und Eisenrost. Chemische Untersuchungen von Zahnstein zeigen: Diese groben Putzmittel entfernten tatsächlich Flecken—und gleich noch ein paar Schichten Zahnschmelz dazu.

Der Schriftsteller Dioskurides beschreibt im ersten Jahrhundert, wie die Griechen Zahnpasta aus Asche, zerstoßenen Knochen und sogar Eisenrost herstellten. Archäologen fanden bronzene Zahnstocher, und chemische Analysen von Zahnstein zeigen: In den Zähnen steckte tatsächlich Pulver aus Holzkohle und Knochen—man schrubbte sich die Flecken mit Küchenabfällen vom Feuer ab. Antike Lächeln hatten einen metallischen Beigeschmack.

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