Fragmenta.
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Haben griechische Philosophen Magie abgelehnt?

Griechische Philosophen: logisch, rational, allergisch gegen Magie – oder? Nicht so schnell.

Haben griechische Philosophen Magie abgelehnt?

Unknown — "Bronze mirror with a support in the form of a draped woman" (mid-5th century BCE), public domain

Philosophen hassten Magie?

In der Schule lernen wir: Griechische Philosophen jagten der Vernunft nach und verachteten Aberglauben. Magie war etwas für Unwissende, nicht für Denker. Sokrates, Platon, Aristoteles – reine Logik, oder?

Sie verwischten die Grenzen.

Die überlieferten Texte zeigen ein anderes Bild. Platon schrieb über göttlichen Wahnsinn und heilige Visionen. Pythagoras mischte Zahlentheorie mit Wiedergeburt und Ritualen. Aristoteles analysierte die ‚Wissenschaft‘ von Träumen und Vorzeichen. Philosophie und Magie gingen oft Hand in Hand – manchmal buchstäblich.

Woher kommt der Mythos?

Spätere Denker der Aufklärung wollten einen klaren Schnitt zum Aberglauben. Sie pickten sich die rationalen Stellen heraus und ignorierten das Wilde, Mystische. Die echten Griechen? Die zogen diese Grenze nie so scharf.

Platon, Pythagoras und sogar Aristoteles schrieben über Magie, Orakel und mystische Kräfte. Manchmal war die Grenze zwischen Wissenschaft und Zauberei viel verschwommener, als wir glauben wollen.

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