Blondes Haar, griechischer Stil
Du gehst über den Markt von Athen und siehst Frauen mit safrangelbem Haar – alles andere als natürlich.

Thomas Hartley Cromek (British, 1809–1873) — "The Arch of Titus and the Coliseum, Rome" (1846), CC0
Safran und Essig für blonde Haare
In Athen tränkten modebewusste Frauen ihr Haar in gekochtem Safran, Essig und Lauge, um das begehrte Goldblond zu erreichen. Friseure rieben manchmal noch Kreide ein, damit es extra glänzte. Das Ganze roch stechend – wie eingelegte Gurken und bittere Kräuter.
Ein riskanter Trend
Blondes Haar stand für Luxus – das Aussehen nordischer Sklavinnen und seltener griechischer Schönheiten. Der Haken: Wer zu oft bleichte, dem brach das Haar büschelweise aus. Für manche kam Schönheit buchstäblich an der Wurzel teuer zu stehen.
Reiche Griechinnen bleichten ihr Haar mit starker Lauge, Safran und Essig. Eine wirklich modebewusste Athenerin riskierte Brandblasen oder Haarausfall für diesen glänzenden Import-Look. Antike Autoren schimpften über den Geruch, die Eitelkeit und die Kosten – aber der Trend hielt sich über Jahrhunderte.