Graffiti in Pompeji
Liebesbotschaften, schmutzige Witze und politische Spitzen – Pompejis Wände hatten alles.

Pompejis antike Kommentarspalte
Lange vor dem Internet kritzelten Römer ihre Meinungen auf öffentliche Wände. Archäologen fanden Graffiti in fast jedem Viertel Pompejis – mal poetisch, mal derb, oft sehr persönlich.
Geständnisse, Witze und Wahlkampf
Die Botschaften reichen von Liebeserklärungen über Witze und Einkaufslisten bis zu politischen Parolen. Eine lautet: „Theophilus, leiste Mädchen keinen Oralsex an der Stadtmauer wie ein Hund.“ Eine andere: „Wer nicht an Venus glaubt, soll meine Freundin sehen.“
Hunderte Graffiti sind in Pompeji erhalten – von Poesie bis zu Beleidigungen. Sie zeigen, was gewöhnliche Römer für verewigungswürdig hielten: von „Gaius liebt Cornelia“ bis zur Bitte um mehr Wein in der Taverne. Manche sind so deftig, dass heutige Toilettensprüche fast brav wirken.