Grabflüche als juristischer Schutz
Du begräbst deinen Vater in Athen und hämmerst einen Bleiflachfluch ins Grab, damit seine Knochen vor Klagen sicher sind.

Unknown — "Limestone statue of Aphrodite holding winged Eros" (late 4th century BCE), public domain
Das Grab verfluchen – athenische Art
Du begräbst einen Angehörigen in Athen, schiebst eine dünne Bleitafel in die Erde—voller Namen, Drohungen und Bitten an die Götter der Unterwelt. Nicht aus Rache. Sondern als juristische Absicherung.
Echte Fluchtafeln gegen Klagen
Archäologen fanden griechische Fluchtafeln in Gräbern, die jeden verfluchen, der Begräbnisrecht oder Erbe vor Gericht anfechten will. Die Tafeln nennen den ‚Feind‘ und bitten die Toten, jeden zu verfolgen, der juristischen Ärger macht.
Athenische Familien warfen manchmal Bleitäfelchen mit eingekratzten Flüchen ins Grab—gegen jeden, der das Begräbnisrecht vor Gericht anfechten wollte. Archäologen haben diese echten Fluchtafeln gefunden, dicht in Griechisch beschriftet, mit Namen künftiger Streithähne und Bitten an die Unterweltgötter, die Toten zu schützen.