Heute vor...: Floralias Tanz und Ausschweifung
29. April: Der zweite Tag der Floralia – Blüten regnen auf Rom, Tänzerinnen bringen die Bühne zum Skandal.

Blüten, Lachen und freches Theater.
Am 29. April strömten die Römer in den Circus und die Theater zum zweiten Tag der Floralia. Kurtisanen traten in Scheinjagden auf – und zeigten dabei manchmal mehr als nur ihr Können. Komödianten überfluteten die Bühnen mit derben Witzen und Blumenregen, alles unter den Augen einer Stadt im Rausch.
Warum die Floralia aus dem Ruder läuft.
Die Floralia feierte die Macht der Göttin Flora – das Leben, das sich gegen den Tod durchsetzt. Zu ihren Ehren verwischten sich die Grenzen des Anstands. Antike Quellen berichten von Tänzerinnen als Nymphen und Satyrn, während das Publikum mit Rufen und Blütenduschen mitmachte.
Ein Fest zu wild für manche Römer.
Nicht alle waren begeistert. Konservative Senatoren verzogen das Gesicht, aber das Volk liebte die Auszeit vom Alltag. Der Geist der Floralia – Lust, Übermaß, eine blühende Stadt – hallte bis in die Karnevale Europas nach.
Die Ludi Florales waren mehr als nur Blumen – heute standen frivole Aufführungen, Nymphen-Kostüme und hemmungsloses Lachen im Mittelpunkt.