Heute vor...: Der Getreideernte-Start bei Rom
Ende Mai bei Rom: Das Weizenfeld steht hoch und golden. Sicheln werden geschärft—gleich beginnt die Ernte.

Théodore Rousseau — "The Forest in Winter at Sunset" (ca. 1846–67), public domain
Felder voller Hoffnung vor der Stadt
Ende Mai auf der Campagna—der weiten Ebene vor Rom—liegt Spannung in der Luft. Bauern mustern ihr Getreide, goldgelb und schwer an der Ähre. Jetzt zählt’s: Eine gute Ernte sichert Brot für das Jahr, schlechtes Wetter bringt Hunger.
Alle Hände an die Sicheln
Familien und Tagelöhner rücken aus, schneller als das Wetter und den Steuereintreiber. Die Ernte ernährt nicht nur Rom, sondern auch Armeen und Städte im ganzen Reich. Jede gebundene Garbe ist ein kleiner Akt des Überlebens—Versicherung gegen den nächsten Winter.
Für die Römer bedeutete der späte Mai den Auftakt der Weizenernte. Stadt und Land hingen an diesen ersten goldenen Garben.