Epikur über den Reichtum einfacher Freuden
„Willst du reich sein, vergrößere nicht dein Vermögen, sondern verringere deine Wünsche.“ Epikur dreht die Rechnung um: «Πλούσιος οὐχ ὁ πολλὰ ἔχων, ἀλλ’ ὁ ὀλίγων δεόμενος.»

Unknown — "Terracotta oinochoe: chous (jug)" (ca. 430–420 BCE), public domain
Reich ist, wer wenig will.
Epikur schreibt in den Vatikanischen Sprüchen 25: «Πλούσιος οὐχ ὁ πολλὰ ἔχων, ἀλλ’ ὁ ὀλίγων δεόμενος.» — „Reich ist nicht, wer viel besitzt, sondern wer wenig braucht.“ Eine Philosophie fürs Überleben—hohe Mauern, niedrige Erwartungen.
Warum Weniger für ihn Mehr war.
Epikur lebte in einer Zeit voller Luxus und Gewalt, gründete aber seine Schule im eigenen Garten. Für ihn war echtes Glück Freiheit von Schmerz und Angst, nicht endloses Schlemmen. Sein Geheimnis? Die einfachen Dinge genießen. Hunger macht trockenes Brot köstlich. Freundschaft verwandelt eine Hütte in einen Palast.
Der Philosoph im Garten.
Epikur kümmerte sich nicht um Ruhm oder Status. Barfuß zwischen Feigenbäumen, unterrichtete er Männer und Frauen gemeinsam und ließ sich von Spöttern nicht stören. Sein radikaler Rat: Weniger wollen, mehr leben. Zeitlos gültig.
Epikurs Welt war laut—Paläste, Machtspiele, Intrigen. Er baute sein Glück auf Brot, Käse und Freunde. Seine Definition von Reichtum überlebt jede Rezession.