Fragmenta.
Zitat·Antikes Rom·Römische Kaiserzeit

Epiktet über Verantwortung

„Wenn dir Unrecht geschieht, gib dir selbst die Schuld. Oder niemandem.“ — Epiktet, von Schicksal gekettet, beginnt Freiheit im Spiegel.

Epiktet über Verantwortung

Piero di Cosimo (Piero di Lorenzo di Piero d'Antonio) — "The Return from the Hunt" (ca. 1494–1500), public domain

Wenn’s weh tut: Erst nach innen schauen.

Epiktet schreibt im Enchiridion (Abschnitt 5): «Ἐὰν βλάβῃς, σεαυτῷ αἰτίαν ἔνειμε.» — „Wenn dir Unrecht geschieht, gib dir selbst die Schuld.“ Oder, wie er weiter ausführt: Gib niemandem die Schuld. Der stoische Weg ist Verantwortung, nicht Rache.

Verantwortung ist die radikalste Freiheit.

Epiktet, der über seinen eigenen Körper keine Macht hatte, erkennt: Nur unsere Urteile gehören wirklich uns. Wenn dich etwas verletzt, ist es deine Meinung – nicht nur die Tat der anderen – die schmerzt. Die Macht ist brutal, aber sie gehört dir.

Die Revolte eines Sklaven – im Kopf.

Epiktet sprengte nie die Ketten, aber das Opfer-Drehbuch. Er lehrte Freie und Versklavte: Wirklicher Schaden ist eine Entscheidung. Diese Idee spaltet bis heute – und befreit bis heute.

Epiktet lehrte: Schmerz und Kränkung kommen mehr von unserer Reaktion als von fremden Taten. Das ist radikale Eigenmacht – und schmerzt.

Drei Minuten am Tag.

Quellengeprüfte Geschichten aus dem antiken Griechenland und Rom, jeden Morgen als wischbare Karten.

Für iOS laden
5.0 im App Store