Die Sonne unter der Erde: Das Grab von Vergina
Ein unscheinbarer griechischer Bauer stößt mit seiner Schaufel auf Gold – im wahrsten Sinne. Unter makedonischer Erde lag ein königliches Grab, seit über 2.000 Jahren versiegelt.

Unknown — "Gold phiale (libation bowl)" (4th–3rd century BCE), public domain
Gold unter dem Pflug.
1977 stößt ein Bauer in Nordgriechenland auf einen der wildesten Funde der Archäologie: das königliche Grab von Vergina. Archäologen entdecken goldene Kränze, einen Schild und das rätselhafte Sonnenemblem, das zum Symbol Makedoniens wird.
Die Gebeine eines Königs?
In einer steinernen Kammer liegen zwei goldbeladene Sarkophage – die Überreste darin vielleicht von Philipp II., dem Vater Alexanders des Großen. Die Debatte tobt bis heute. Die Schätze des Grabes, von vergoldeter Rüstung bis zur goldenen Larnax, sind echt. Aber wem die Knochen wirklich gehören? Das wird noch immer bei Kaffee und in Fachzeitschriften diskutiert.
Ein Königreich beansprucht, Identität umstritten.
Für Griechenland ist das Grab der Beweis einer königlichen Linie. Für den Rest der Welt bleibt es eine Mahnung: Geschichte schläft nie tief, und selbst ein paar alte Knochen können das Selbstbild ganzer Nationen verändern.
Die Entdeckung des Grabes von Vergina brachte Schätze ans Licht, die seit Alexanders Zeit unberührt waren – und entfachte einen Streit darüber, welchem König die Gebeine gehören.