Die ersten Schirme waren für griechische Frauen
In den vollen Straßen Athens blühen Sonnenschirme wie weiße Blumen—doch nur über Frauenköpfen.

Unknown — "Mirror" (c. 470–460 BCE), CC0
Ein Meer aus Sonnenschirmen in Athen
In den vollen Straßen Athens blühen Sonnenschirme wie weiße Blumen—doch nur über Frauenköpfen. Für Männer waren sie tabu, Symbol für Weiblichkeit und Luxus.
Griechische Schirme: Status, kein Regen
Das Skiadeion, der frühe Schirm, war nicht für Stürme gedacht—griechische Frauen trugen ihn, um ihre helle Haut vor der Sonne zu schützen. Vasenmalereien aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. zeigen junge Frauen mit Schirmen bei Festen und Hochzeiten. Ein Mann mit Schirm? Ein gesellschaftliches No-Go.
Lange bevor Londoner Regenschirme gegen Regen trugen, nutzten griechische Frauen den Sonnenschirm (Skiadeion) als Schattenspender. Für Männer galt das als unmännlich—der Schirm stand für weiblichen Status und elitäre Muße. Auf bemalten Vasen sieht man sie bei Prozessionen, wie sie ihre helle Haut vor der Mittelmeersonne schützen. Der Schirm war in Griechenland zuerst ein Privileg, kein Gebrauchsgegenstand.