Roms Belagerungsmaschine scheitert in Jerusalem
Ein römischer Belagerungsturm geht in Flammen auf – Legionäre stürzen panisch über brennende Leitern hinab.

Nicolas Poussin — "The Abduction of the Sabine Women" (probably 1633–34), public domain
Inferno auf den Mauern Jerusalems
Im Jahr 70 n. Chr. ragten Belagerungstürme über Jerusalem, vollgestopft mit römischen Soldaten. Plötzlich trifft ein Schwall brennenden Pechs der Verteidiger – ein Turm steht lichterloh in Flammen. Die Legionäre versuchen zu fliehen, doch die Leitern hinter ihnen brennen bereits.
Panik, Absturz und eine römische Blamage
Von Hitze und Rauch bedrängt, springen einige in den Tod – ihre Rüstungen ziehen sie nach unten. Der Turm stürzt ein – eine seltene Schmach für Roms Ingenieure. Flavius Josephus, Augenzeuge, berichtet, wie die Verteidiger jubelten, als der Turm zerbarst.
Auch Rom konnte stolpern
An diesem Tag fiel Jerusalem nicht. Für einen kurzen Moment hielten verzweifelte Rebellen und ein glücklicher Brand die größte Armee der Welt auf. Das Imperium war nicht unbesiegbar – es konnte brennen und zerbrechen, Splitter für Splitter.
Selbst Roms gewaltige Kriegsmaschinerie konnte scheitern – manchmal genügte ein Funke und verzweifelte Verteidiger.