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Geschichte·Antikes Griechenland·Hellenistische Griechenland, 4. Jahrhundert v. Chr.

Demades und das mazedonische Schmiergeld

Ein athenischer Redner betritt die Volksversammlung—Goldmünzen klimpern in seinem Mantel. Jeder weiß, woher sie stammen.

Demades und das mazedonische Schmiergeld

Demades and the Macedonian Bribe, public domain

Gold entscheidet die Abstimmung.

Als Philipp II. von Makedonien Athen kontrollieren wollte, schickte er nicht nur Armeen—sondern auch Bestechungsgelder. Demades, ein wortgewandter Athener, nahm das Gold der mazedonischen Gesandten ganz offen an. Eines Tages klirrte er mit Münzen in der Tasche in die Volksversammlung.

Überzeugung gegen Bezahlung.

Mit diesem Geld kaufte sich Demades Einfluss und bog die Politik Athens zu Philipps Gunsten. Antike Autoren spotteten, dass jeder das mazedonische Schmiergeld schon sah, bevor Demades überhaupt sprach. Trotzdem wirkte seine Rede—die Stadt wechselte die Seite, Philipps Griff wurde fester. In Athen konnte die Demokratie schon am Gewicht einer Handvoll Münzen kippen.

Eine Lektion, nie gelernt.

Am Ende wurde Demades hingerichtet—nicht wegen seiner Gier, sondern weil er zwischen die Fronten der Könige geriet. Doch seine Geschichte bleibt: Der Preis für die Freiheit einer Stadt ist manchmal kleiner—und lauter—als man hofft.

Demades lenkte Athen nicht mit Argumenten, sondern mit mazedonischem Gold Richtung Makedonien—ein Beweis, wie zerbrechlich Integrität ist, wenn eine Stadt belagert wird.

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