Heute vor X Jahren: Das Delphinia-Fest in Athen
Ende April in Athen: Mädchen flechten Olivenzweige und ziehen zu Apollons Tempel—heute ist Delphinia.

Kekrops Painter — "Terracotta bell-krater (bowl for mixing wine and water)" (ca. 410–400 BCE), public domain
Olivenzweige für Apollon
Um den 23. April zogen athenische Mädchen zu Apollon Delphinios und trugen Zweige, umwickelt mit Wolle. Diese „Eiresione“-Zweige waren Gebete für sichere Reisen und Neuanfänge, wenn der Frühling in die unruhige Segelsaison kippte.
Fest der neuen Chancen
Delphinia war kein bloßes Spektakel. Die Athener glaubten, diese Rituale könnten Gefahren für Schiffe—und für die Stadt selbst—abwehren. Sogar staatliche Gesandte hielten Olivenzweige, wenn sie um Frieden oder Gunst baten, in der Hoffnung, die Götter würden es bemerken.
Delphinia stand für Hoffnung, Neubeginn und das sanfte Nervenflattern vor der Segelsaison. Sogar die Zukunft der Stadt konnte davon abhängen, welchen Zweig du trugst.