Heute vor x Jahren: Die Consualia – Roms Erntefest
24. August in Rom: Pferde und Esel, geschmückt mit Blumen, tanzen durch die Straßen. Die Consualia beginnt.

Unknown — "Marble head of a Hellenistic ruler" (1st–2nd century CE), public domain
Gekrönte Tiere und volle Straßen.
Jedes Jahr am 24. August feiert Rom ein Fest für Consus, den verborgenen Gott der Getreidespeicher. Pferde und Maultiere, befreit von der Feldarbeit, werden mit Girlanden geschmückt und durch die Stadt geführt. Die Felder ruhen, während die Tiere endlich im Rampenlicht stehen.
Ein Gott, verborgen in der Erde.
Consus’ Altar liegt unterirdisch im Circus Maximus und wird nur zweimal im Jahr enthüllt. Die Römer bringen die ersten Früchte der Ernte dar, in der Hoffnung, mit etwas Bestechung die Hungersnot fernzuhalten. Wilde Spiele und Rennen folgen – ein Echo auf die legendäre Entführung der Sabinerinnen, die angeblich während dieses Festes begann.
Die Consualia ehrte Consus, den geheimen Gott der Kornspeicher. Bauern, Tiere und Stadtmenschen feiern gemeinsam – halb Fest, halb heilige Versicherungspolice.