Clodia, der Giftprozess und Ciceros Spin
In einem überfüllten römischen Gerichtssaal steht Clodia unter Verdacht, ihren eigenen Liebhaber vergiftet zu haben – während die Menge darauf wartet, dass Cicero ihren Ruf zerreißt.

Gift und Machtspiele.
56 v. Chr.: Caelius Rufus – Clodias Ex-Liebhaber – steht wegen eines Mordversuchs an ihr vor Gericht. Der Fall wird zum Spektakel: Eigentlich geht es um Clodia selbst, berüchtigt für ihren Witz und ihre angeblichen Affären. Der Saal brodelt vor Gerüchten und Erwartungen.
Cicero schlägt zu, das Publikum johlt.
Cicero, der Caelius verteidigt, fährt seine schärfsten Geschütze auf – er stilisiert Clodia zur wilden, verschlagenen ‚Medusa vom Palatin‘. Bewiesen hat er nichts, aber ihr Ruf war ruiniert. In Rom konnte ein Ruf tödlicher sein als Gift.
Der Preis der Öffentlichkeit.
Das Urteil? Caelius kam frei. Clodias Name war ruiniert. In Rom bedeutete ein verlorener Prozess oft, die eigene Geschichte zu verlieren – und am Ende bleibt die Stimme, die am lautesten schreit.
Clodias Prozess wurde zum Schlachtfeld der römischen Elitepolitik. Cicero machte sie zum Inbegriff des Skandals – ob sie schuldig war oder nicht.