Cato der Ältere: Der Zensor, der Luxus fürchtete
Ein Senator stürmt mit Feigen in die Forum – frisch aus Karthago. Seine Warnung: Der Feind steht noch vor der Tür, und Bequemlichkeit ist so tödlich wie Krieg.

Unknown — "Bronze torso from an equestrian statue wearing a cuirass" (2nd century BCE–2nd century CE), public domain
Feigen als Waffe
Cato der Ältere, seine Stimme hallt durch den Senat, knallt frische Feigen auf den Tisch. ‚Diese wurden vor nur drei Tagen in Karthago gepflückt‘, sagt er. Für Cato wird selbst Obst zur Warnung: Roms Feinde sind nah, und Luxus im Inneren ist so gefährlich wie Armeen vor den Toren.
Der unerbittliche Zensor
Als Zensor bestraft Cato Senatoren für zu viel Purpur, wettert gegen importierte Statuen und schimpft über griechische Philosophen, die die Jugend verderben. Er lebt es vor: isst Schwarzbrot und Kohl, predigt alte Werte, während Rom reicher – und weicher – wird.
Ein Erbe aus Angst und Einfachheit
Catos Tugend grenzt an Paranoia, aber seine Lektion bleibt: Bequemlichkeit und Eroberung wachsen zusammen. Jedes Imperium muss entscheiden, welcher Feind gefährlicher ist – der vor den Toren oder der, der neue Vorhänge kauft.
Cato der Ältere kämpfte gegen griechischen Luxus, fremde Ideen und alles, was seiner Meinung nach römische Tugend verweichlichte. Als Zensor bestrafte er Aristokraten fürs Protzen, aß abends Kohl und beendete jede Rede – egal zu welchem Thema – mit dem Ruf nach Karthagos Zerstörung. Für Cato tobte der wahre Kampf im Inneren Roms.