Griechisches Toten-Make-up: Blei für die Toten
Athener Bestatter puderten die Toten mit weißem Make-up – dick, staubig und tödlich.

Eugène Delacroix — "The Natchez" (1823–24 and 1835), public domain
Totenpuder (mit Gift)
Athener Bestatter puderten die Toten mit weißem Make-up – dick, staubig und tödlich.
Blei im Make-up, Schicht für Schicht ins Jenseits
Ausgrabungen in Athen zeigen Frauenschädel mit Spuren von Weißblei, einem Pigment, das auch im Make-up der Frauen verwendet wurde. Griechische Bestattungsrituale: Waschen und Salben des Leichnams, dann Kosmetik – weißes Puder fürs Gesicht, Khol für die Augen, Rot für Wangen und Lippen. Die Toten, wie Hochzeitsbräute, wurden für die Unterwelt schön gemacht – mit giftigem Puder und allem Drum und Dran.
Ausgrabungen in Athen zeigen Frauenschädel mit Spuren von Weißblei, einem Pigment, das auch im Make-up der Lebenden steckte. Griechische Bestattungsrituale: Waschen, Salben, dann Schminken – weiße Gesichtspuder, Khol für die Augen, Rot für Wangen und Lippen. Die Toten, wie Bräute, wurden für die Unterwelt schön gemacht – selbst wenn das Puder Gift war.