Wurststände und Witzbolde im alten Athen
Auf dem Markt von Athen brüllt der Wurstverkäufer Beleidigungen, während er grillt.

Unknown — "Terracotta loutrophoros (ceremonial vase for water)" (ca. 400 BCE), public domain
Streetfood mit einer Portion Spott
Im alten Athen bedeutete Wurstkauf: ein Ohr voll Sprüche gratis dazu. Die Verkäufer schleuderten Witze und Sticheleien auf ihre Kundschaft, und Schaulustige kamen genauso sehr wegen des Geplänkels wie wegen des Essens.
Wurstverkäufer als Komiker
In Aristophanes’ Stück „Die Ritter“ steht ein Wursthändler im Mittelpunkt, dessen Witz und scharfe Zunge ihm das Publikum gewinnt—ein Beweis, dass Imbissbuden im geschäftigen Herzen Athens auch Comedybühnen waren.
Die älteste bekannte Erwähnung eines Streetfood-Stands stammt aus Aristophanes’ Komödie „Die Ritter“—doch es ging weniger ums Essen als um die Show. Wurstverkäufer waren berüchtigt für derbe Späße und Schlagfertigkeit, sie rösteten Fleisch und Kundschaft gleichermaßen. In Athen gehörten Straßenimbiss und Stand-up einfach zusammen.