Schließfächer im antiken Athen
Im Boden eines athenischen Hauses liegt eine kleine Steinkiste – vergraben, verschlossen, verflucht.

Unknown — "Limestone statue of Aphrodite holding winged Eros" (late 4th century BCE), public domain
Vergrabenes Zuhause-Schatzkästchen
Im Boden eines athenischen Hauses liegt eine kleine Steinkiste – vergraben, verschlossen, verflucht. Das war kein Luxus für Adelige. Gewöhnliche Athener bewahrten ihre wertvollsten Dinge nur wenige Zentimeter vom Herd entfernt auf.
Die athenische Geldkassette
Archäologen fanden eingelassene Steintresore in Hausruinen – Steinplatten mit Eisenringen, manchmal mit eingeritzten Flüchen gegen Diebe. Drinnen: Münzen, Eheringe, sogar Kinderspielzeug. In Athen bedeutete Sicherheit, seinen Besitz in der Erde zu verstecken, auf der man lebte.
Viele gewöhnliche Athener besaßen verschlossene, eingelassene Kisten direkt im Hausboden – private Tresore, manchmal sogar mit eingemeißelten Flüchen geschützt. Archäologen fanden die Steinplatten noch intakt, mit Metallringen zum Verriegeln. Drinnen: Münzen, Amulette, Liebesgaben. In einer Stadt ohne Polizei war der sicherste Tresor unter den eigenen Füßen.