Heute vor...: Der Apollo-Tempel auf dem Palatin
13. September 28 v. Chr.: Augustus eröffnet den strahlenden Apollo-Tempel auf dem Palatin – ein Statement aus Marmor und Erinnerung.

Paul Gauguin — "Ia Orana Maria (Hail Mary)" (1891), public domain
Ein Tempel erhebt sich über Roms Herz.
Am 13. September 28 v. Chr. weiht Augustus einen Marmortempel für Apollo auf dem Palatin – genau dem Hügel, auf dem Roms Geschichte begann. Die Türen öffnen sich zu Gold, Statuen und einer neuen Bibliothek – der ersten öffentlichen der Stadt.
Augustus, Prophezeiung und Macht.
Frisch aus dem Bürgerkrieg will Augustus, dass Rom ihn als göttlich Auserwählten sieht. Apollo ist sein Schutzgott: Herr der Weissagung, Musik und plötzlicher Siege. Die Weihe ist Inszenierung und Anspruch zugleich – Augustus will herrschen, und die Götter stehen hinter ihm.
Augustus weiht diesen Tempel im Herzen Roms und verknüpft seinen Aufstieg mit Apollons Gunst. Ein neues Zeitalter göttlich legitimierter Herrschaft beginnt.