Alkibiades läuft zu Sparta über
Mitten im größten Krieg Athens wechselt ihr brillantester Feldherr heimlich die Seiten – und hinterlässt Chaos.

Unknown — "Pair of bronze cymbals" (5th–4th century BCE), public domain
Athens Wunderkind wird zum Gejagten.
415 v. Chr. führt Alkibiades Athens große Sizilienexpedition an – bis er plötzlich der Gotteslästerung beschuldigt wird. Vor Gericht und dem sicheren Tod flieht er nachts auf einem Schiff und verschwindet aus Athens Reichweite.
Ein Verräter wird in Sparta empfangen.
Alkibiades landet im Feindesland und sitzt vor den spartanischen Ältesten – und packt aus: jede Strategie, jede Schwäche, jedes Geheimnis Athens. Sparta hört zu – und ändert seinen Kriegsplan. Für Athen ist er von nun an der Verräter schlechthin.
Ein Mann kippt den Krieg.
Mit Alkibiades’ Ratschlägen errichtet Sparta ein Dauerlager bei Decelea und schnürt Athens Getreidenachschub ab. Der Krieg, den Athen gewinnen wollte, kippt ins Desaster. Manchmal ist der gefährlichste Feind der, der dich am besten kennt.
Alkibiades wurde der Gotteslästerung beschuldigt, floh aus Athen und verriet dem Feind jedes militärische Geheimnis. Sein Seitenwechsel zwang Athen zum Umdenken – und hätte beinahe die Geschichte gewendet.