Alkibiades: Der Mann, den Athen fürchtete—und brauchte
Athen verurteilt Alkibiades zum Tod—und fleht ihn dann, als das Imperium zerbricht, zurückzukommen.

Li Gonglin — "The Classic of Filial Piety" (ca. 1085), public domain
Verbannt, dann gebraucht
Athener Richter, Gesichter hart wie Stein, verurteilen Alkibiades in Abwesenheit. Nicht nur Verbannung—bei Rückkehr droht ihm der Tod. Sein Vergehen? Frevel, Verführung, politisches Spiel. Doch als die Stadt vor dem Untergang steht, fliegen Botschaften übers Meer, die ihn anflehen, zurückzukehren und sie zu retten.
Genie, Verräter, Retter—alles in einer Person
Alkibiades verkörpert Athens größte Hoffnungen und tiefste Ängste. Er ist brillant—Perikles’ Ziehsohn, Schüler des Sokrates, zu klug und zu waghalsig. Er läuft zu Sparta über, verführt die Frau des Königs, schmiedet Pläne in persischen Zelten—und doch träumt Athen immer wieder von seiner Rückkehr. Seine wechselnden Loyalitäten spiegeln das Chaos des Peloponnesischen Kriegs.
Athenische Angst in Menschengestalt
Keine Stadt hat ihn öfter verbannt und zurückgeholt. Alkibiades’ Leben ist Athen—unruhig, genial, unfähig, sich zwischen Stolz und Überleben zu entscheiden.
Um ihn wirbeln Charme und Skandal. Alkibiades wird verbannt, dann angefleht, dann wieder verraten. Sein Talent, die Seiten zu wechseln—Athen, Sparta, Persien, zurück nach Athen—zeigt eine Stadt, die Helden braucht, aber Angst hat, überstrahlt zu werden. In einer Welt voller Seitenwechsel ist manchmal Vergebung gefährlicher als Verrat.