Alexander überlebt den Granikos
Alexander watet mit Speer in den Granikos – und findet sich plötzlich umzingelt, fast erschlagen im Schlamm.

Han Gan — "Night-Shining White" (ca. 750), public domain
Handgemenge im Flussschlamm.
Alexander führte seine Reiterei direkt ins eiskalte Wasser des Granikos. Am anderen Ufer warteten persische Reiter, warfen Speere, während er den Hang hinaufkroch. Plötzlich war Alexander umzingelt – von seinen Leibwächtern abgeschnitten, Auge in Auge mit persischen Adligen.
Eine Klinge, fast das Ende eines Imperiums.
Ein Perser namens Spithridates schwang seine Axt auf Alexanders ungeschützten Kopf. Der Schlag krachte auf den Helm, ließ Alexander taumeln, aber die Klinge drang nicht durch. Ein weiterer Perser hob sein Schwert zum Todesstoß – da tauchte Kleitos der Schwarze auf und schlug dem Angreifer den Arm ab, bevor er zuschlagen konnte. Alexander stand wieder auf, Helm eingedellt, das Gesicht blutüberströmt.
Geschichte entscheidet sich in einem Wimpernschlag.
Hätte die Axt getroffen, wären die Träume des Makedonenkönigs – und das Schicksal zweier Kontinente – im Fluss versunken. Doch Alexander stand, sammelte seine Männer – und der Rest ist Legende.
Für einen Sekundenbruchteil hing der Lauf der Weltgeschichte daran, ob eine persische Axt Alexanders Helm spalten würde. Er überlebte – blutig und benommen – und veränderte alles.