Fragmenta.
Geschichte·Antikes Rom·Spätrepublikanisches Rom

Panik bei der Schlacht von Carrhae

Der römische Reiterführer Vibius Gallus reitet direkt in einen parthischen Hinterhalt – und dann schreiend, allein, wieder hinaus.

Panik bei der Schlacht von Carrhae

Abraham-Louis-Rodolphe Ducros (Moudon, 1748 - Lausanne, 1810), Swiss engraver and watercolourist — "Ducros-vue-du-pantheon", Public domain

Im Staub und Pfeilhagel

53 v. Chr.: Während Crassus’ Armee ins Partherland stolpert, stürmt die römische Reiterei unter Vibius Gallus vor – und verschwindet in einem Sturm aus Pfeilen und Staub. Wenige Augenblicke später taucht Gallus wieder auf, hetzt sein Pferd zurück ins Lager, das Gesicht voller Panik – allein.

Zusammenbruch der römischen Linie

Panik erfasste die Legionen, als die parthischen Reiterbogenschützen näher rückten. Die Disziplin brach. Manche Veteranen versuchten, mit ihren Schilden Gräben zu graben, andere flehten um Befehle. Bei Einbruch der Nacht war Crassus’ stolze Armee ein Trümmerhaufen – Tausende tot, Feldzeichen verloren, Kommandeure erschlagen oder gefangen.

Eine Schande, die Jahrhunderte nachhallte

Carrhae wurde zur abschreckenden Legende für jeden Römer, der vom Ruhm im Osten träumte. Gallus überlebte – aber in Rom konnte Panik tödlicher sein als jeder Pfeil.

Roms größte Niederlage im Osten lag nicht nur an Taktik – sondern daran, im schlimmsten Moment die Nerven zu verlieren. Carrhae verfolgte römische Feldherren eine Generation lang.

Drei Minuten am Tag.

Quellengeprüfte Geschichten aus dem antiken Griechenland und Rom, jeden Morgen als wischbare Karten.

Für iOS laden
5.0 im App Store