Timokleia: Rache im Schatten von Theben
Nachdem sie von einem makedonischen Hauptmann vergewaltigt wurde, führte Timokleia ihn eiskalt zum Gartenbrunnen – und stieß ihn selbst hinein.

Unknown — "Terracotta amphoriskos (oil flask)" (4th century BCE), public domain
An den Rand gedrängt – und zurückgeschubst
Timokleia, eine Adlige aus Theben, wurde nach dem Fall ihrer Stadt von einem makedonischen Offizier vergewaltigt. Als er wissen wollte, wo ihr Familienschatz versteckt sei, führte sie ihn zum tiefen Brunnen im Garten – und stieß ihn samt Stein hinterher.
Auge in Auge mit Alexander dem Großen
Vor Alexander geschleift, stand Timokleia aufrecht da, nannte ihren Namen, ihre Stadt und ihre Tat – ohne zu blinzeln. Plutarch berichtet, Alexander war von ihrer Würde beeindruckt und befahl ihre Freilassung. In einer Welt der Eroberer brachte sie sie zum Staunen.
Widerstand hallt länger als Ruinen
Ihr Haus war zerstört, ihre Stadt verbrannt, doch Timokleias Tat hallte durch die Geschichten der Antike. Manchmal ist Widerstand ein einziger Stoß – und ein ungebrochener Blick.
Ihre Tat ließ selbst Alexanders Generäle innehalten. Sie stand ihm gegenüber, den Blick fest, die Würde ungebrochen.