Der Fall der Heiligen Schar
Die besten Krieger Griechenlands stehen Rücken an Rücken—sie weichen keinen Schritt, als die makedonischen Lanzen näherkommen.

The Fall of the Sacred Band, public domain
Eine Mauer aus Liebenden bei Chaironeia.
338 v. Chr.: Thebens Elite, die Heilige Schar—150 Paare männlicher Liebender—bilden die letzte Schildmauer gegen Philipp II. von Makedonien. Sie stellen sich seiner legendären Phalanx entgegen, während andere Griechen fliehen. Ihr Granitdenkmal steht noch heute an Ort und Stelle.
Kein Rückzug, nur Erinnerung.
Laut Plutarch weinte Philipp, als er die Gefallenen sah—er bewunderte Männer, „die wussten, wie man dem Tod begegnet“. Die gesamte Schar wurde ausgelöscht, sie gaben keinen Fußbreit nach. Mit ihnen fiel die letzte Hoffnung, dass die griechischen Stadtstaaten Makedoniens eiserner Logik widerstehen könnten.
Philipps II. Sieg bei Chaironeia zerschmettert nicht nur Armeen, sondern auch den Glauben, dass Hoplitenmut einer neuen, weltverändernden Macht trotzen könnte.