Fragmenta.
Geschichte·Antikes Griechenland·Perserkriege, 480 v. Chr.

Der Sturm bei Artemisium

Als die persische Flotte näher rückt, zerfetzt ein plötzlicher Sommersturm ihre Schiffe — während die Griechen nur einen Steinwurf entfernt im Schutz liegen.

Eine Nacht voller Donner und Trümmer.

Die persische Flotte — hunderte Schiffe stark — steuert auf Artemisium zu, um die Griechen zwischen Meer und Küste einzukesseln. Doch bei Einbruch der Dämmerung ziehen schwarze Wolken auf. Heftiger Wind und Regen schleudern die feindlichen Schiffe gegen die Felsen, zertrümmern Rümpfe, noch bevor die Griechen das Schwert ziehen.

Die Griechen warten — trocken und sicher.

Hinter dem Kap kauern Eurybiades und Themistokles, hören das Tosen des Sturms und sehen Wrackteile vorbeitreiben. Ihre eigenen Schiffe, im ruhigen Wasser vertäut, bleiben unversehrt. Herodot berichtet, dass ein Drittel der persischen Flotte untergeht. Die Griechen siegen nicht — sie sehen nur zu, wie ihre Feinde ertrinken.

Ein Krieg, entschieden vom Wetter.

Dieser Sturm verschafft den Griechen Zeit, sich zu sammeln und den Persern bei Salamis erneut zu begegnen. Manchmal entscheidet nicht der Held, sondern das Wetter über die Geschichte. Hätten sich die Winde nicht gedreht, hätten wir vielleicht Persisch statt Griechisch in der Schule gelernt.

Nicht Strategie, sondern das Wetter verschaffte den Griechen ihren ersten echten Vorteil. Ohne diesen Sturm hätte Persiens Marine den griechischen Widerstand vielleicht schon vor Salamis zerschlagen.

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