Heute vor...: Die Rosalia – Roms Fest der Rosen
Um den 18. Mai blühen Roms Gräber in Pink und Rot – die Rosalia beginnt, und die Toten werden mit Rosen gekrönt.

On This Day: The Rosalia—Rome's Festival of Roses, public domain
Friedhöfe erblühen in frischen Rosen.
Mitte bis Ende Mai hieß es im alten Rom nur eins: Rosalia. Familien brachten Körbe voller Rosen zu den Gräbern, flochten Girlanden für ihre Verstorbenen. Der Duft der Blüten mischte sich mit Weihrauch – und mit der stillen, alltäglichen Trauer des Erinnerns.
Erinnerung, Mythos und Blumen für die Gefallenen.
Die Rosalia war kein reines Familienritual. Legionen schmückten ihre Standarten mit Rosen. Dichter schrieben über das kurze Leben von Blumen – und von Menschen. Jede niedergelegte Blüte war ein Protest gegen das Vergessen, ein Versprechen, dass nichts wirklich Schönes verloren geht.
Für die Römer war die Rosalia ein duftender Pakt mit der Erinnerung – Rosen für die Toten bedeuteten: Niemand verschwindet lautlos, nicht einmal in der Ewigkeit.