Heute vor x Jahren: Legionäre blicken in den Oktoberhimmel
Ende Oktober 70 n. Chr.: Römische Legionäre in den nördlichen Lagern starren zum Himmel—die Schlammsaison steht vor der Tür.

Unknown — "Cameo: Julio-Claudian Imperial Portrait" (30 BCE–54 CE), CC0
Matsch und Elend am Rand des Imperiums.
Ende Oktober rüsten sich die Legionen von Britannien bis zum Rhein für den großen Umschwung. Die Nächte werden schneidend, Regen verwandelt Straßen in Suppen, und die Nachschubwagen ächzen im Morast. Für die meisten Armeen ist die antike Kampfsaison vorbei—jetzt werden Schaufeln statt Schwerter geschärft.
Der Winter stoppt Roms Feldzüge.
Die Soldaten graben sich ein, bauen neue Wälle aus Grassoden und stopfen jeden Graben mit Reisig und Hoffnung. Der alte Feind war nicht der Feind, sondern das Wetter. Generäle und Fußsoldaten zählen die Tage, bis der erste Frühlingsbote mit Marschbefehl auftaucht.
Mit dem Ende des Oktobers zwingen Matsch und eisiger Wind Roms Armeen in die Winterpause. Der Krieg wartet auf den Frühling.