An diesem Tag: Die ersten Feuer des Winters in Rom
Anfang November in Rom: Dünner blauer Rauch kringelt aus den Türöffnungen – die ersten Herdfeuer der Saison werden entfacht.

Unknown — "Victory with Cornucopia (Chariot Attachment)" (40–68 CE), CC0
Rauch als Zeichen des Jahreszeitenwechsels.
Anfang November beißt die Nachtluft in Rom ein bisschen schärfer. Überall in der Stadt erwachen die ersten Herdfeuer zum Leben – dünne Rauchfahnen steigen aus Haus um Haus. In Wolle gehüllt, rücken die Familien zusammen, erzählen Geschichten, während draußen die Dunkelheit wächst.
Der Herd – das wahre Herz Roms.
Für die Römer war der Herd mehr als nur zum Kochen da. Er war heilig – ein Ort für Gebete, für die Hausgötter, und dafür, das endlose Steinmeer der Stadt menschlich wirken zu lassen. Das erste Feuer der kalten Saison markierte einen Wandel: Draußen war Rom Stein und Marmor, drinnen flackerte das Leben.
Wenn die Nächte kälter werden, versammeln sich die Römer um das knisternde Feuer – zum Wärmen, Essen und Geschichtenerzählen. Für viele beginnt jetzt die Zeit, in der sich die Stadt wirklich wie ein Zuhause anfühlt.