Römische Taschensonnenuhren—Zeit zum Mitnehmen
Ein wohlhabender Römer konnte die Zeit mit einer Sonnenuhr ablesen, kaum größer als eine Taschenuhr—direkt in der Hand getragen.

Unknown — "Onyx cameo" (late 1st century BCE–3rd century CE), public domain
Zeit in der Hand—römischer Stil
Stell dir einen römischen Marktplatz vor. Aus den Falten seiner Toga zieht ein Senator eine Bronzescheibe—mit Linien graviert, durchbohrt für den Schattenstab. Er hebt sie zur Sonne. Zeit, tragbar, handgroß und präzise genug für ein Treffen zur Mittagsstunde.
Sonnenuhren für jede Stadt
Archäologen fanden römische Sonnenuhren mit eingravierten Städtenamen—Londinium, Alexandria, Rom. Reisende drehten die Scheibe, passten sie der Breite an und kalibrierten das Gerät in jeder neuen Stadt neu. Der Rest des Reiches richtete sich nach Glocken und Rufen—die Elite trug die Sonne in der Tasche.
Tragbare Sonnenuhren wurden im ganzen Römischen Reich gefunden, manche mit Städtenamen graviert, damit Reisende sie auf die jeweilige Breite einstellen konnten. Wer eine besaß, galt als kultiviert—Zeitgefühl zum Mitnehmen, Jahrhunderte vor der Armbanduhr.