Römische Schwangerschaftstests: Gerste und Weizen
Eine Römerin uriniert auf einen Beutel Gerste – und wartet, was keimt.
Herb Neufeld — "Rome (6259890188)", CC BY 2.0
Schwangerschaftstest, Version Antikes Rom
Eine Römerin uriniert auf eine Handvoll Gersten- und Weizenkörner, bindet sie in ein Tuch und versteckt das Ganze. Keine Ärzte, keine Magie – nur ein Heimexperiment, das im Badezimmer beginnt.
Funktioniert das wirklich?
Plinius der Ältere beschreibt den Test in seiner Naturgeschichte: Wenn die Körner keimen, ist sie schwanger. Klingt wie ein Märchen, aber Wissenschaftler haben das in den 1970ern getestet – und tatsächlich: Schwangerer Urin kann das Keimen beschleunigen, dank Hormonen.
Besser als ein Kaninchen?
Es dauerte fast zweitausend Jahre, bis die westliche Medizin einen genaueren Urintest erfand. Manche Weisheiten überspringen offenbar Generationen.
Lange vor moderner Medizin vertrauten römische Frauen auf Gerste und Weizen. Plinius der Ältere behauptet, der Urin einer Frau könne eine Schwangerschaft verraten: Auf Samen gegossen, und wenn sie keimen, ist ein Kind unterwegs. Neuere Studien zeigen: Das ist mehr als nur Aberglaube – der Test kann funktionieren, denn Schwangerschaftshormone beschleunigen tatsächlich manchmal das Keimen.