Fragmenta.
Fakt·Antikes Rom·Römische Kaiserzeit

Roms 50-Meter-Müllberge

Am Rand des antiken Roms wächst ein Müllberg—so hoch, dass er die Stadtmauern überragt.

Roms 50-Meter-Müllberge

Unknown — "Intaglio: Imperial Eagle" (c. 1–25 CE), CC0

Roms Müllberg

Monte Testaccio ist kein gewöhnlicher Hügel. Er ist ein stadtgroßer Haufen aus zerbrochener Keramik—53 Millionen Olivenöl-Amphoren, von römischen Arbeitern über Jahrhunderte hier abgeladen. Heute überragt er Rom, höher als manche Tempel der Antike.

Was 2.000 Jahre Müll verraten

Jede Scherbe erzählt eine Geschichte. Archäologen finden bemalte Stempel, die zeigen, woher das Öl kam—Spanien, Nordafrika, Gallien. Hungerjahre und Handelsbooms stapeln sich Schicht für Schicht im Ton. Roms Appetit, kartiert im Müll.

Der Monte Testaccio ist ein künstlicher Hügel, gebaut aus nichts als zerbrochenen Olivenöl-Amphoren—über 53 Millionen Stück. Jahrhundertelang kippten die Römer diesen Keramikschrott an denselben Ort und schufen so einen Berg, der mehr als 50 Meter aufragt. Die Schichten sind so gewaltig, dass Archäologen daran Roms Handelswege, Essgewohnheiten und sogar Krisenzeiten rekonstruieren können.

Drei Minuten am Tag.

Quellengeprüfte Geschichten aus dem antiken Griechenland und Rom, jeden Morgen als wischbare Karten.

Für iOS laden
5.0 im App Store