Stadtleben im römischen Hochhaus
Zur Zeit des Augustus lebten die meisten Römer in Mietskasernen mit bis zu sieben Stockwerken – ohne Aufzug.

Unknown — "Marble relief fragment with gladiators" (1st–3rd century CE), public domain
Sieben Stockwerke, keine Stufen zu verschenken
Die Insulae des antiken Roms ragten über die Straßen – im 2. Jahrhundert n. Chr. bis zu sieben Stockwerke hoch. Die Ärmsten wohnten ganz oben, schleppten Wasser, Essen und sogar ihr Bettzeug täglich die Treppen hinauf.
Städtische Gefahren: Feuer und Einsturz
Diese Gebäude waren berüchtigt für Einstürze oder Brände. Der römische Dichter Juvenal witzelte, das Erste, was man nachts hörte, sei der Nachbar, der durch die Decke fällt. Sicherheit war Luxus.
Insulae hießen diese überfüllten Ziegel-Holz-Blöcke, in denen Hunderte zusammengepfercht wohnten. Funde in Ostia und Rom zeigen, wie vertikal das Stadtleben wurde. Feuer, Einsturz und fehlende Abwasserrohre waren ständige Bedrohungen – doch das Leben wuchs trotzdem in die Höhe. Das Penthouse? War der billigste, heißeste und gefährlichste Platz.