Fragmenta.
Fakt·Antikes Rom·Römische Kaiserzeit, 1.–3. Jh. n. Chr.

Römische Augenheilmittel mit Blei

Ein römischer Arzt verschreibt eine Salbe gegen schmerzende Augen—Hauptzutat: gemahlenes Blei.

Römische Augenheilmittel mit Blei

Salvator Rosa — "The Dream of Aeneas" (1660–65), public domain

Römische Augensalben—mit Blei drin

Wer in Rom unter roten, geschwollenen Augen litt, schmierte sich vielleicht eine medizinische Paste auf. Was er nicht wusste: Die Hauptzutat war oft fein gemahlenes Blei, sorgsam vermischt mit Fett oder Honig und in winzige Töpfe gefüllt.

Archäologie deckt die Gefahr auf

Moderne Labore haben diese antiken Salben aus Gräbern und Müllhaufen untersucht. Das Ergebnis: Hohe Konzentrationen giftiger Metalle. Statt zu heilen, machten sie blind und vergifteten—ein weiterer Preis für antike Schönheit und Gesundheit.

Archäologen fanden Dutzende winzige Tongefäße in römischen Gräbern und Siedlungen. Chemische Analysen zeigen Spuren von Blei und anderen Mineralien, vermischt mit Tierfett oder Honig. Die Römer glaubten, diese Mittel linderten Entzündungen—heute wissen wir: Sie vergifteten langsam und machten blind.

Drei Minuten am Tag.

Quellengeprüfte Geschichten aus dem antiken Griechenland und Rom, jeden Morgen als wischbare Karten.

Für iOS laden
5.0 im App Store