Fragmenta.
Fakt·Antikes Griechenland·Klassisches Athen, 5.–4. Jh. v. Chr.

Olivenöl-Wäsche im antiken Athen

Die Wäsche in Athen roch nicht nach Urin—sondern leicht nussig und grün.

Olivenöl-Wäsche im antiken Athen

Unknown — "Pair of gold armbands" (ca. 200 BCE), public domain

Waschtag auf Athenisch

Die Wäsche in Athen roch nicht nach Urin—sondern leicht nussig und grün. Statt Chemie nutzten die Athener die Rückstände vom Olivenpressen.

Öliges Wasser und Steinbecken

Kleider wurden in Oliven-Trester—dem sandigen Abfall des Ölpressens—eingeweicht und dann kräftig in Steinbecken geschrubbt. Archäologen graben diese Becken aus, deren Oberflächen noch immer von öligem Wasser verfärbt sind.

Statt scharfer Chemie oder Urin wie die Römer nutzten die Athener die Reste der Olivenölproduktion. Sie tränkten ihre Kleidung in Wasser und Trester—dem sandigen Abfall vom Olivenpressen—und schrubbten sie sauber. Archäologen finden in Athener Häusern noch heute Steinbecken, deren Wände von Jahren voller Ölspuren verfärbt sind.

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