Heute vor X Jahren: Die Ludi Apollinares beginnen in Rom
5. Juli – Das Circus Maximus explodiert in Farben. Die Ludi Apollinares, Spiele zu Ehren Apollons, starten mit Rennen und Opfergaben.

Unknown — "Glass beaker with victorious charioteer" (4th century CE), public domain
Der Circus tobt für Apollo.
Am 5. Juli erwachen die Ludi Apollinares zum Leben. Der Circus Maximus füllt sich mit Staub, Schweiß und Geschrei, während Pferde aus dem Starttor schießen. Diese jährlichen Spiele ehren Apollo – Gott der Musik, der Weissagung, der Sonne und, für Rom am wichtigsten, der Macht, Seuchen fernzuhalten.
Eine Woche voller Spektakel und Gebet.
Sieben Tage lang berauschen sich die Römer an allem: Sie sehen Streitwagen krachen und Tänzer unter der Sommersonne wirbeln. Opferrauch steigt duftend auf. Apollos Priester hoffen, dass ihre Gaben Krankheit von der Stadt fernhalten und Roms Glück im Krieg wenden.
Spiele aus Verzweiflung geboren.
Die Tradition begann 212 v. Chr., als Rom unter Hannibals Invasion und einer tödlichen Seuche litt. Aus purer Not gelobten die Senatoren Spiele für Apollo. Die Stadt überlebte – und das Versprechen wurde zum jährlichen Spektakel, das Dankbarkeit, Hoffnung und knallbunte Ablenkung vereint.
Eine Woche lang vergisst Rom Hitze und Sorgen. Streitwagen donnern, Tänzer wirbeln, und Apollo wird als Beschützer in Seuchen und Kriegen gefeiert.