Griechischer Sport: Nicht immer nackt
Nicht jeder griechische Athlet zog sich für den Sport aus—Kleidung spielte bei vielen Festen eine Rolle.

Unknown — "Boy on a shell, holding a candlestick" (mid-15th century), public domain
Waren alle griechischen Athleten nackt?
Wir stellen uns jeden griechischen Läufer und Ringer eingeölt und nackt vor, wie sie unter der Sonne rennen und ringen. Kunstmuseen sind voller bronzener Helden ohne alles. Aber nicht jedes Spiel war eine Nacktparade.
Kleidung, Rüstung und sogar Tuniken.
Bei den Olympischen Spielen galt für Männer Nacktheit als Regel. Doch bei lokalen Festen und den Panathenäen trugen Läufer manchmal kurze Tuniken. Beim Hoplitodromos—dem Lauf in voller Rüstung—war Nacktheit unmöglich. Funde zeigen Schuhe, Helme und sogar Lendenschurze im Einsatz.
Schuld sind die Olympischen Spiele—und athenischer Stolz.
Athenische Autoren feierten die olympische Nacktheit als Ausweis griechischer Identität und grenzten sich so von „Barbaren“ ab. Doch regionale Bräuche, Altersklassen und Disziplinen machten die echte griechische Turnhalle zu einem Flickenteppich aus Regeln und Outfits.
Olympioniken traten zwar nackt an, aber die meisten anderen griechischen Spiele verlangten Kleidung oder sogar Rüstung. Die Wahrheit ist viel bunter als die Bilder im Schulbuch.