Griechische Chirurgen bohrten Löcher in Schädel
Manche antiken Griechen überlebten eine Gehirnoperation – von Hand gebohrte Schädel, ganz ohne Betäubung.

Unknown — "Mirror" (c. 470–460 BCE), CC0
Gebohrte Schädel, lebende Patienten
Archäologen fanden griechische Skelette mit sauberen Löchern – etwa daumengroß – präzise in den Schädel gebohrt. Manche Ränder zeigen Heilungsspuren: Der Patient hat nicht nur überlebt, sondern weitergelebt.
Warum taten sie das?
Ärzte setzten die Trepanation bei allem ein – von Schädeltrauma bis Dauerschmerz, in der Hoffnung, „schlechte Säfte“ entweichen zu lassen. Riskant, aber manchmal half die Hand des Heilers. Der Patient ging davon – gezeichnet, vielleicht ein bisschen leichter im Kopf.
Skelettfunde aus Griechenland zeigen kreisrunde Löcher, mit einer Bronzedrehbohrung in Schädel geschnitten. Diese Operation, Trepanation genannt, sollte Kopfverletzungen oder Kopfschmerzen lindern. Erstaunlich: Bei manchen wuchs neuer Knochen – sie lebten weiter, gezeichnet, aber am Leben.