Fragmenta.
Zitat·Antikes Griechenland·Hellenistisches Griechenland

Diogenes weist Alexander zurecht

„Geh mir ein wenig aus der Sonne.“ — Diogenes zu Alexander dem Großen, überliefert bei Diogenes Laertios.

Diogenes weist Alexander zurecht

Der König und der Kyniker

Alexander der Große fand Diogenes sonnenbadend in einem Fass. „Wünsch dir etwas“, sagte der Eroberer. Diogenes blickte nicht einmal auf – er entgegnete nur: „Geh mir ein wenig aus der Sonne.“ Überliefert hat die Szene Diogenes Laertios in seinen „Leben der Philosophen“.

Die Macht des Philosophen

Dem mächtigsten Mann der Welt ohne Angst die kalte Schulter zeigen – das war Diogenes’ Philosophie, gelebt bis zum Letzten. Während andere Könige hofierten, zeigte Diogenes: Freiheit heißt, nichts zu brauchen – nicht einmal Schmeichelei.

Als Alexander der Große ihm jeden Wunsch erfüllen wollte, verlangte Diogenes der Kyniker nur sein Sonnenlicht zurück. Diogenes Laertios erzählt diese Szene in den „Leben der Philosophen“ (Buch VI, 38) – sie gilt bis heute als ultimative Abfuhr an die Macht.

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