Didius Julianus: Der Mann, der ein Imperium kaufte
Er betrat den römischen Senat als Privatmann – und verließ ihn als Kaiser. Alles, was es brauchte, war das höchste Gebot.

Unknown — "Marble statue of a girl" (1st or 2nd century CE), public domain
Imperium zu verkaufen
Didius Julianus ergriff die Macht nicht mit Truppen oder Senatsbeschluss. Er ging einfach zur Prätorianergarde und bot mehr Geld als sein Konkurrent. In einer einzigen Nacht wurde Roms höchste Ehre an den Meistbietenden verkauft.
Der Preis der Macht
Es war das Jahr 193 n. Chr. – Roms Elitesoldaten ermordeten den Kaiser und versteigerten den Thron. Julianus versprach jedem Gardisten ein Jahresgehalt – 25.000 Sesterzen – nur für ihre Unterstützung. Die Stadt tobte. Politiker, Priester und selbst Marktverkäufer schrien auf.
Eine Herrschaft, die man an Tagen zählen kann
Julianus regierte gerade mal neun Wochen. Als eine echte Armee auf Rom zumarschierte, wechselte die Garde erneut die Seiten – das letzte Gebot des Kaisers war ein Gnadengesuch, das niemand mehr hören wollte.
Die Prätorianergarde, Roms Elitetruppe, versteigerte das Imperium nach dem Mord am letzten Kaiser buchstäblich. Didius Julianus, einst angesehener Senator, überbot seinen Rivalen mit 25.000 Sesterzen pro Gardist. Seine Herrschaft war von Anfang an zum Scheitern verurteilt – die Römer verachteten das Schauspiel und forderten sein Blut.