Cato der Jüngere: Dem Tod ins Auge sehen
„Betrachte den Tod als Ende allen Leids und als Grenze, die du nicht ohne Ehre überschreiten solltest.“ — Für Cato der Jüngere war der Tod eine Prüfung, kein Ziel.

baron François Gérard — "Madame Charles Maurice de Talleyrand Périgord (1761–1835)" (ca. 1804), public domain
Cato zieht die letzte Grenze.
Plutarch berichtet in den 'Viten', dass Cato der Jüngere sagte: «Finem esse omnium malorum mortem, eamque debere optare cui honeste nicht liceat vivere.» — „Betrachte den Tod als Ende allen Leids und als Grenze, die du nicht ohne Ehre überschreiten solltest.“ Cato sprach das, als die Republik, die er liebte, zu Staub zermahlen wurde.
Was Cato unter Ehre verstand.
Für Cato war der Tod nicht der Feind. Feigheit, Korruption und ein Leben ohne Tugend waren viel schlimmer. Indem er Würde über das bloße Überleben stellte, ließ er Caesar—oder sonst jemanden—nicht das letzte Wort.
Der letzte Römer.
Cato kämpfte bis zum Schluss gegen Caesar und wählte den Freitod statt Unterwerfung. In einer Welt, die das Überleben feierte, setzte er auf Integrität. Selbst seine Feinde gaben zu: Cato war der einzige Mann, den Caesar nicht besiegen konnte.
Catos Worte drehen sich weniger ums Sterben als um die Haltung, wenn das Ende naht—Kopf hoch, Rückgrat gerade, keine Entschuldigungen.