Der Putsch der Vierhundert
Im Fackelschein stürmen maskierte Männer die Ratsversammlung—am nächsten Morgen ist Athen keine Demokratie mehr.

Unknown — "Fragment of the marble stele (grave marker) of a hoplite (foot soldier)" (ca. 525–515 BCE), public domain
Demokratie fällt im Dunkeln
Im Juni 411 v. Chr. liegt Angst über Athen. Maskierte Verschwörer stürmen das Bouleuterion, reißen den Rat an sich und rufen ein neues Regime aus—die Herrschaft der Vierhundert. Bei Sonnenaufgang ist Jahrhunderte alte Demokratie Geschichte.
Verzweifelte Maßnahmen in einer sinkenden Stadt
Mit Sparta vor den Toren und der Staatskasse leer versprachen die Oligarchen Rettung durch 'bessere Männer an der Spitze'. Ganze vier Monate hielt das. Die Armee, wütend und den alten Freiheiten treu, jagte sie davon.
Demokratie ist rutschig
Athen kehrte zur Demokratie zurück, doch die Narben des nächtlichen Putsches heilten nie ganz. Selbst in der Wiege der Demokratie lauerte ihr Verlust immer direkt um die Ecke.
Im Chaos des Krieges stürzte eine kleine Gruppe über Nacht die Demokratie Athens—nur um schon nach wenigen Monaten selbst zu scheitern.